Hospital zum Heiligen Geist richtet sich zukunftsfähig aus

Aufbau psychiatrischer Versorgungsstrukturen und Schließung der Gynäkologie und Geburtshilfe

Das Hospital zum Heiligen Geist richtet sich im Zuge der aktuellen gesundheitspolitischen Entwicklungen und strukturellen Anforderungen im deutschen Krankenhauswesen strategisch neu und zukunftsfähig aus. Vor diesem Hintergrund ist geplant, die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im August 2026 zu schließen. Mit der Universitätsmedizin Frankfurt sowie dem Fachärztezentrum Frankfurt wird weiterhin eine Kooperation für die ambulante gynäkologische Versorgung bestehen bleiben.

Parallel dazu plant das Hospital ein umfassendes psychiatrisches und psychotherapeutisches Leistungsspektrum, dessen stufenweise Einführung ab 2027 vorgesehen ist.

Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen
„Die Entscheidung haben wir insbesondere vor dem Hintergrund sich verändernder medizinischer Bedarfe sowie der aktuellen Reformdiskussion im Krankenhauswesen getroffen, die eine stärkere Spezialisierung und Leistungskonzentration vorsieht“, so Manuel Zelle, Geschäftsführer der Hospital zum Heiligen Geist GmbH. Im Fokus stehe dabei eine auf Langfristigkeit ausgerichtete Versorgung, die wirtschaftlich tragfähig und bedarfsgerecht zugleich sei.

Geburtshilfliche Versorgung in Frankfurt gesichert
Die traditionsreiche Geburtshilfe des Hospitals verzeichnete seit geraumer Zeit einen deutlichen Rückgang der Fallzahlen. Gleichzeitig stiegen die Anforderungen an personelle und strukturelle Voraussetzungen kontinuierlich. Vor diesem Hintergrund, und angesichts ausreichend vorhandener Versorgungsangebote im Frankfurter Stadtgebiet, werden die Leistungen künftig an anderen Frankfurter Krankenhäusern konzentriert. Die Geschäftsführung bedauert diese Entwicklung und dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement und ihre teils langjährige Arbeit für die Patientinnen.

Verantwortung gegenüber Patientinnen und Mitarbeitenden
Die Geschäftsführung ist sich der Tragweite dieser Entscheidung bewusst, und setzt alles daran, so vielen Beschäftigten wie möglich weiterhin eine berufliche Perspektive zu bieten. Diese seien vor allem in der Notfallversorgung sowie der Psychosomatik und der Schmerzklinik am Hospital zum Heiligen Geist vorstellbar. Darüber hinaus seien auch in der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist vielseitige Einsatzmöglichkeiten und Weiterbeschäftigungs- und Weiterentwicklungsangebote, insbesondere für Pflegekräfte, denkbar, betont die stellvertretende Geschäftsführerin, Milena Mack. „Wir besprechen, gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretungen, mit allen 60 betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die bestmögliche Lösung. Uns ist wichtig, dass wir auch in dieser Situation unserer Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden dauerhaft gerecht werden.“

Aufbau psychiatrischer Versorgung als Zukunftsinvestition
Mit dem neuen psychiatrischen und psychotherapeutischen Angebot reagiert das Krankenhaus auf den deutlich steigenden Bedarf im Bereich der psychischen Gesundheit. Geplant ist ab 2027 ein umfassendes Versorgungsangebot, das unter anderem die allgemeinpsychiatrische Versorgung, die Behandlung von Suchterkrankungen, tagesklinische Strukturen sowie den Aufbau einer psychiatrischen Institutsambulanz umfasst und zugleich das bestehende psychosomatische Leistungsspektrum am Standort sinnvoll ergänzt.

„Wir haben unseren Wunsch zur Neuausrichtung allen erforderlichen Gremien und Behörden mitgeteilt und warten derzeit auf eine einvernehmliche Rückmeldung, welche nach derzeitigem Stand voraussichtlich im Sommer 2026 gefällt wird,“ erklärt Manuel Zelle abschließend.